Geschichtliche Daten zum Alten Bahnhof (Wikipedia)

Sammlung allgemeiner Informationen zum Alten Bahnhof Braunschweig.
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H.Krause
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Geschichtliche Daten zum Alten Bahnhof (Wikipedia)

Beitragvon H.Krause » So 9. Dez 2012, 12:46


Geschichte:

Der Alte Bahnhof wurde auf einer Halbinsel, der Küsters Insel, südlich der Altstadt angelegt. Diese wurde umgeben von der Oker, dem Westlichen Umflutgraben und dem Neustadtmühlengraben. 1870 wurde der Westliche Umflutgraben südlich vom Bahnhof kanalisiert und umgeleitet, wodurch der Bahnhof nicht mehr von allen Seiten mit Wasser umgeben war.

Erster Ottmer-Bau

Erstes Bahnhofsgebäude im Jahre 1838
Der erste Bahnhof in Braunschweig wurde vom Braunschweigischen Hofbaurat Carl Theodor Ottmer im gotischen Stil für die Herzoglich Braunschweigische Staatseisenbahn entworfen und 1838 erbaut. Er wurde zusammen mit der Bahnstrecke Braunschweig–Bad Harzburg - der ersten deutschen Staatseisenbahn überhaupt – am 1. Dezember 1838 in Betrieb genommen.

Wie aus Stadtplänen ersichtlich, war die Anlage als Durchgangsbahnhof konzipiert, obwohl der Braunschweiger Bahnhof das Ende der Eisenbahnstrecke darstellte. Jedoch wäre schon damals eine Fortführung der Gleise nicht möglich gewesen, da sich an deren Ende mehrere Okerarme und die Braunschweiger Altstadt befanden. Den dafür charakteristischen Kopfbau gab es noch nicht, das Gleis endete an einer Drehscheibe, über die Wagen und Lokomotiven in die einzelnen Wagenschuppen dirigiert werden konnten.

Das in neogotischem Stil gehaltene Gebäude selber ist im Wesentlichen nur durch eine einzige Ansicht - in mehreren Varianten - überliefert und zeigte eine offene, gewölbte Eingangshalle mit erhöhtem Mittelbau.

Das 1838 errichtete Gebäude existierte nur wenige Jahre und wurde wegen des stark angewachsenen Verkehrsaufkommens schon 1843 beseitigt.

Zweiter Ottmer-Bau:

Zweiter Braunschweiger Bahnhof um 1890. Links ist das Bahnsteigsgebäude zu erkennen.
Der Erstbau wurde 1845 durch einen Neubau ersetzt, der ebenfalls von Ottmer stammte. Dieser Bau war im Gegensatz zum ersten Bahnhofsgebäude als Kopfbahnhof konzipiert und im klassizistischen Stil gehalten.

Neben einer Halle, in die mehrere Gleise hineinführten, gab es einen zur Stadt hin orientierten Kopfbau, dessen Fassade sich mit ihrem Triumphbogen-Motiv an das Eosanderportal des Berliner Stadtschlosses anlehnt. Dieser Kopfbau fungierte allerdings nicht als Gleishalle, sondern enthielt den Restaurations-Bereich nebst Wartesälen.

Der Zugang zu den Gleisen erfolgte von den Flankenseiten des Hallengebäudes, wobei zwischen der Abfahrts- und der Ankunftsseite unterschieden wurde. Die Abfahrtsseite an der Südflanke wies in der Mitte einen zur Hälfte in die Loggia vor der Halle eingebundenen Monopteros auf, der dem Aachener Elisenbrunnen nachempfunden war.

Ottmer verband bei seinem Entwurf für den zweiten Braunschweiger Bahnhof also sehr unterschiedliche Vorbilder. Damit setzt sich sein Bahnhofsentwurf von den Kopfbahnhof-Entwürfen seiner Zeitgenossen deutlich ab.

Auch dieser Neubau erwies sich schon bald dem steigenden Verkehrsaufkommen des beginnenden Industriezeitalters nicht mehr gewachsen, so dass die Gleishalle mehrfach erweitert werden musste. Das Bahnhofsgebäude selber wurde dabei aber kaum verändert. Am Ende des 19. Jahrhunderts erhöhte man die Zahl der Gleise in der Bahnhofshalle.

Letztendlich genügte auch die Bahnhofshalle nicht mehr den Anforderungen, und die Bahnsteige wurden nach draußen verlegt. Die Bahnhofshalle wurde zum Wartesaal.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Bahnhof mehrfach schwer durch die zahlreichen Luftangriffe auf Braunschweig (v. a. 1944) in Mitleidenschaft gezogen, so dass der Betrieb erheblich beeinträchtigt wurde.

(Quelle Wikipedia) http://de.wikipedia.org/wiki/Braunschweiger_Bahnhof

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