Eckdaten zum Alten Braunschweiger Bahnhof

Sammlung allgemeiner Informationen zum Alten Bahnhof Braunschweig.
Auf der Webseite und natürlich in der Filmcollage geht es mehr ins Detail.
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H.Krause
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Eckdaten zum Alten Braunschweiger Bahnhof

Beitragvon H.Krause » Sa 8. Dez 2012, 10:26


Daten zum alten Braunschweiger Bahnhof

Vater der gesamten Planung war Phillip August von Amsberg (1788-1871)

Erste Planung zum Bau der Strecke Braunschweig-Wolfenbüttel :

01. Mai 1837 : Bildung der Herzoglichen Eisenbahn-Commission

25. Mai 1837 : Zustimmung der Ständeversammlung

01. August 1837 : Erster Spatenstich auf Küsters Insel

06. November 1838 : Erste Versuchsfahrt

01. Dezember 1838 : Aufnahme des öffentlichen Verkehrs

Zu diesem Zeitpunkt führte die Bahnstrecke vom ersten Braunschweiger Bahnhof bis nach Wolfenbüttel.
Bereits kurze Zeit nach der Eröffnung war das erste Bahnhofsgebäude schon überholt und zu klein,
so daß das noch heute zu sehende neue Empfangsgebäude 1843 in Planung ging.
Das alte Gebäude, welches längs zu den Gleisen stand, wurde entfernt und es wurde ein neues Gebäude gebaut,
welches dann einen echten Kopfbahnhof darstellt.
Geplant und gebaut wurde es ebenso wie das erste vom Braunschweiger Carl Theodor Ottmer (1800-1843),
der allerdings die Fertigstellung des neuen Gebäudes nicht mehr erlebte.

An diesen "neuen" Bahnhof war eine, für damalige Zeiten ,riesige Halle angebaut, in welche damals 3 Gleise führten.
Später wurde die Halle oftmals umgebaut, wobei sie dann zur reinen Empfangshalle (1938) umgestaltet wurde.
Die Bahnsteige wurden erweitert und vor die Halle gelegt, so daß man sie durch das Gebäude
und die Empfangshalle erreichen konnte.
Im Krieg wurde die Halle sehr stark beschädigt aber wieder restauriert.

Die Halle hatte die Dimensionen von: Länge 116m, Höhe 15,5m und Breite ca. 35m.
Die gesamte Anlage als Kopfbahnhof ausgelegt, so daß das Umspannen der Lokomotiven zu
jener Zeit relativ problematisch war. Wendezüge und Triebwagen gab es ja noch nicht.
Aus diesem Grund wurde immer wieder überlegt, den alten Kopfbahnhof aufzugeben und in
Braunschweig einen neuen Durchgangsbahnhof zu bauen. Planungen gab es dazu sehr viele,
nur fehlte es meist am Geld oder es kam mal wieder ein Krieg dazwischen.

Nachdem der alte Bahnhof nach dem 2. Weltkrieg dann wieder aufgebaut war, kam es doch so,
wie es kommen musste, es wurde beschlossen, einen Durchgangsbahnhof zu bauen.
Dazu sollte der alte Bahnhof mit seinen beengten Bahnanlagen komplett aufgegeben werden.
Der alte Ostbahnhof wurde zum neuen Hauptbahnhof umgebaut und am
1. Oktober 1960 in Betrieb genommen.

Danach wurden am alten Bahnhof alle Bahnanlagen (bis auf 2 Gleise für die angrenzende Industrie)
zurückgebaut, Bahnsteige und Empfangshalle wurden abgerissen und auch vom Kopfgebäude
blieb nur die Nordfassade stehen.

Das ehemalige Kopfgebäude wurde dann wieder fast wie im Original aufgebaut und diente ab 1966
der Braunschweigischen Staatsbank, später Nord/LB Braunschweig als Verwaltungsgebäude.
(Seit 2008 Braunschweigische Landessparkasse Private Banking )

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